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3 Schritte zur erfolgreichen Überwindung deiner Ängste

Es ist wichtig, zwischen realer und psychischer Angst zu unterscheiden.

Die reale Angst aktiviert sich in Gefahrensituationen und hilft unser Überleben zu sichern. Das Vorhandensein dieser Angst ist natürlich notwendig und gesund.

Davon unterscheidet sich eine andere Form von Angst (die psychologische Angst) , die in Form von genereller innerer Unruhe, Unsicherheit, Sorgen, Stress, Nervosität usw., einen Teil unseres Verstandes vereinnahmt um unser Ego vor Scham, Schuld oder anderen negativen Emotionen, die unser Selbstbewusstsein verringern zu schützen. Vor allem haben wir Angst, uns schwach oder unsicher zu fühlen, also Angst zu haben, wodurch ein Teufelskreis der Angst entsteht, der nur schwer zu durchbrechen ist.

 

Schwer aber nicht unmöglich. Um die Spirale der Angst zu unterbrechen müssen wir wissen, dass alle psychologische Angst auf katastrophisierenden Gedanke der Art „und wenn…“ basieren. D.h. wir haben Angst davor, was passieren oder eintreten könnte. Dabei beziehen sich diese Gedanken nie auf etwas, das schon vorhanden ist sondern auf die Zukunft.

Und wenn etwas passiert…, Und wenn morgen alles über mich lachen…, Und wenn ich die Prüfung nicht bestehe, und mein Geld ausgeht und eines Tages meine Eltern sterben und ich auf der Straße leben werde, was denken dann die Leute über mich ...… und wenn … und wenn…

Da sich diese Gedanken auf etwas beziehen, das nicht in diesem Moment geschieht ist eine direkte Reaktion darauf unmöglich. Die Angst verschliesst sich dadurch auch jeder logischen Argumentation, da immer eine minimale Wahrscheinlichkeit besteht, dass die Befürchtungen wirklich eintreten. Aber sind wir mal ehrlich, wie viele unserer schlimmsten Befürchtungen haben sich wirklich bewahrheitet.

 

Was können wir also tun um uns unseren Ängsten nicht hilflos ausgeliefert zu fühlen?Exercise Ergebnisbild

1. Identifiziere das Gefühl, vor dem dich deine Angst zu schützen versucht: Angst, Scham, Schuld, Neid, Wut, Traurigkeit …

2. Erkenne, das die Angst keine wahre Existenz besitzt.

Für die ersten beiden Schritte wenden wir den folgenden Satz an: „Ich fühle Angst / Unruhe/ Sorgen, weil ich etwas sehen, das gar nicht wirklich existiert“

Erkenne die Wahrheit dieser Aussage, dass alles, was du fürchtest zu diesem Zeitpunkt nicht vorhanden ist und dass die Zukunft unvorhersehbar ist und so gut wie nie das eintritt, was wir befürchten.

3. Lasse nicht zu, dass sich deine Ängste durch deine Reaktion selbst verstärken. Das heißt erlaube dir die Emotionen zu spüren, die du so fürchtest oder dich an das anzunähern, von dem du die grösste Angst hast. Versuche nicht negative Gefühle oder Erfahrungen zu vermeiden.

In einigen Fällen ist diese Übung offensichtlich. Wenn ich zum Beispiel Angst habe vor Publikum zu sprechen, dann wäre meine Aufgabe mich nach und nach immer weiter an diese Situation anzunähern und an meinem Selbstbewusstsein zu arbeiten, bis ich mich der Situation stellen kann.

In anderen Fällen kann es schwieriger sein. Wenn ich zum Beispiel morgens mit einer unklaren Unruhe aufwache ohne zu wissen, woher sie kommt. In diesen Fällen ist die Annahme desjenigen, was sich mir zeigt, die Methode der Wahl. Statt mich abzulenken und gegen die Angst anzukämpfen, erlaube ich mir sie zu spüren, ich lade sie ein sich zu mir zu gesellen und beobachte das Gefühl. Alles ist ein Prozess, und natürlich braucht er seine Zeit und eine gewisse Beständigkeit in der Anwendung. Aber ich versichere dir je mehr du dich deinen Ängsten annäherst, desto schneller laufen sie vor dir weg.

 

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Deine Ängste können nicht existieren, ohne dass du an sie glaubst und versuchst sie zu vermeiden. Wenn du sie beobachtest ohne dich vor ihnen zu erschrecken, bringst du Licht in die dunkelsten Ecken deines Verstandes, in denen du die grössten Gefahren vermutest und wirst erkennen, dass sie nichts als Schatten gewesen sind, so wie dich als Kind die Monster unter deinem Bett erschreckt haben, von denen wir heute wissen, dass sie gar nicht existieren .

 

Wenn du in deiner persönlichen Entwicklung professionelle Unterstützung suchst, kontaktiere mich oder einen anderen Psychologen oder Therapeuten deiner Wahl.

 

Ich hoffe, dass ich dir helfen konnte und wünsche dir alles Gute.

 

Melanie Gramer

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