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Unserem Verstand den Frieden vorstellen (EI-Technik 1)

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Bisher haben wir daran gearbeitet uns selbst, unsere Gedanken, und Gefühle besser kennenzulernen und wir haben gesehen, wie wir uns in kritischen Momenten verhalten. In den folgenden Artikeln der Serie "Erhöhe deine emotionale Intelligenz" werde ich dich in wertvolle Techniken einführen, mit deren Hilfe wir unsere Gefühle besser managen können.

Es ist wichtig, dass wir wissen, und dass wir erkannt haben, dass unsere Gedanken und Gefühle in enger Beziehung zueinander stehen und sich gegenseitig beeinflussen.

Wenn du das Gefühl hast, diesen Zusammenhang noch nicht deutlich gespürt zu haben, mach das folgende Experiment:

Denk jetzt an eine angenehme Erinnerung aus deiner Vergangenheit. Stell sie dir im Detail vor und schreibe auf, was du dabei fühlst.

Danach denk an eine sehr unangenehme Erinnerung aus deiner Vergangenheit und verfahre gleichermassen.

Sehr wahrscheinlich konntest du gerade beobachten, dass das was in unserem Verstand geschieht unsere Stimmung und unsere Gefühle stark beeinflussen kann. Deshalb ist es wichtig, dass wir lernen unsere Gedanken zu kontrollieren, um uns gut zu fühlen. Wenn unsere Gedanken die meiste Zeit um ungelöste Probleme, Sorgen usw. kreisen, finden wir keine innere Ruhe, weil wir unbewusst unaufhörlich Gefühle der Angst auslösen.Exercise Ergebnisbild

Deshalb heisst unsere erste Technik: Unserem Verstand den Frieden vorstellen.

Setze die Selbstbeobachtung weiterhin fort.Jedesmal, wenn du negative Gefühle wie Angst, zornig, Traurigkeit, Enttäuschung etc. in dir spürst. Erkenne dabei, dass dein Verstand einen Krieg mit sich selbst führt.

Dann versuche für einen Moment, dich von deinen Gedanken zu lösen und deine Umgebung zu beobachten.

Beschreiben sie gedanklich: Gibt es Menschen? Tiere? Maschinen? Tageslicht? Hörst du Geräusche?

Erkenne, dass es viele Dinge in deiner Umgebung gibt, aber das alles friedlich, konfliktfrei und harmonisch ist (abgesehen von ein paar ganz speziellen Orten der Welt, an denen es wirklich Krieg gibt) In deiner direkten Umgebung herrscht sehr wahrscheinlich Frieden, nimm diesen Frieden wahr.

Versuche jetzt auf friedliche und angenehme Art deinem Verstand zu vermitteln, dass die innere Unruhe, diese konflikthaften Gedanken nur ein mentales Konstrukt sind, losgelöst von der Realität und dass stattdessen im Inneren wie im Äusseren Ruhe und Frieden herrschen kann.

Beobachte die Reaktion deines Verstandes und schreibe sie auf.

Erwarte nicht, dass dein Verstand sofort versteht, was das Ganze soll und glücklich im Frieden versinkt. Die Veränderung ist ein Prozess. Aber jedes Mal wirst du deine gedanklichen Konflikte schneller erkennen und durch den Abgleich mit dem äusseren Frieden in Frage stellen. Auf diese Weise kannst du die Menge zerstörerischer Gedanken und negativer Emotionen reduzieren, du übst ausserdem weiterhin die Selbstbeobachtung und verhilfst zu ihrer Automatisierung. Langfristig wird sich deine Stimmung stetig verbessern und du wirst innerlich immer ruhiger und gelassener werden, verbesserst dadurch deine direkten persönlichen Beziehungen, sowie dein Selbstwertgefühl und beugst nicht nur psychischen Problemen wie Depressionen, Angststörungen usw.. sondern auch den körperlichen Beschwerden vor. 70-80 % körperlicher Erkrankungen werden durch inneren Stress und Anspannung verursacht.

Das Programm kann natürlich keine individuelle Therapie ersetzen. Wenn du das Gefühl hast, dass deine Gefühle dich übermannen, oder du sehr viele negative Gedanken während der Selbstbeobachtung bemerkst, bitte kontaktiere mich oder einen anderen Psychologen oder Psychotherapeuten deiner Wahl.

Melanie Gramer

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