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Vergebung ist egoistisch

Oftmals haben wir das Gefühl, nicht vergeben zu können, weil es ein Zeichen von Schwäche wäre, es würde bedeuten, dass wir aufgeben und die andere Person recht behält. Aber das ist ein folgenschwerer Trugschluss,. Vergeben zu können ist entscheidend für unser eigenes Wohlergehen, denn es bedeutet, dass wir die Wut loslassen, den Groll, Enttäuschung oder andere Frustrationen aufgeben um uns wieder im Frieden mit uns selbst zu fühlen.

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Wut spielt natürlich eine wichtige Rolle in unserem Leben. Sie weist uns auf mögliche Ungerechtigkeiten hin und bereitet unsere Reaktion der Selbstverteidigung vor. Deshalb ist es wichtig, Wut oder andere negative Gefühle, die durch die Worte oder das Verhalten einer anderen Person ausgelöst wurden in Worte zu fassen und uns mitzuteilen.

Wir können sagen,: „Es tut mir weh, wenn du mir ... sagst." oder " Es macht mich wütend, dass... " .

Nichtsdestotrotz sobald das Gefühl Ausdruck gefunden hat ist es für uns nicht von Vorteil es in uns aufrecht zu erhalten. Durch negative Gefühle verfallen wir unnötigerweise in schlechte Stimmung und können dadurch auch andere Mitmenschen vor den Kopf stossen.

Wenn der Moment der Reaktion vorbei ist, ist es wichtig zu erkennen , dass wir um unser eigenes Wohlbefinden wieder herzustellen, nicht auf eine Entschuldigung angewiesen sind, und wir müssen die andere Person auch nicht davon überzeugen, dass sie Unrecht hat. Unser eigenes Wohlbefinden hängt ganz allein von uns ab . Wir können beschließen, nicht weiter wütend zu sein, denn wir erkennen, dass wir das Problem des anderen nicht zu unserem eigenen machen müssen. Auf diese Weise übernehmen wir die Verantwortung für unser emotionales Wohlbefinden, dass ausschliesslich von unseren eigenen Gedanken beeinflusst wird.

Vergebung bedeutet nicht Ungerechtigkeiten hinzunehmen oder ihnen zuzustimmen, es bedeutet, zu erkennen, dass die andere Person auf eine bestimmte Art und Weise gehandelt hat, die uns wütend, zornig, traurig usw. macht. Die Macht diese Gefühle zu verändern liegt allerdings bei uns. Es kann uns helfen uns zu erinnern, dass niemand perfekt ist, und dass wir alle auf die beste Art und Weise handeln, wie wir können und dabei trotzdem manchmal andere Menschen verletzen.

Für weitere Informationen über die individuelle, persönliche Beratung oder Therapie::

 

 

Alles Gute,

 

Melanie Gramer

3 Schritte zur erfolgreichen Überwindung deiner Ängste

Es ist wichtig, zwischen realer und psychischer Angst zu unterscheiden.

Die reale Angst aktiviert sich in Gefahrensituationen und hilft unser Überleben zu sichern. Das Vorhandensein dieser Angst ist natürlich notwendig und gesund.

Davon unterscheidet sich eine andere Form von Angst (die psychologische Angst) , die in Form von genereller innerer Unruhe, Unsicherheit, Sorgen, Stress, Nervosität usw., einen Teil unseres Verstandes vereinnahmt um unser Ego vor Scham, Schuld oder anderen negativen Emotionen, die unser Selbstbewusstsein verringern zu schützen. Vor allem haben wir Angst, uns schwach oder unsicher zu fühlen, also Angst zu haben, wodurch ein Teufelskreis der Angst entsteht, der nur schwer zu durchbrechen ist.

 

Schwer aber nicht unmöglich. Um die Spirale der Angst zu unterbrechen müssen wir wissen, dass alle psychologische Angst auf katastrophisierenden Gedanken der Art „und wenn…“ basieren. D.h. wir haben Angst davor, was passieren oder eintreten könnte. Dabei beziehen sich diese Gedanken nie auf etwas, das schon vorhanden ist sondern auf die Zukunft.

Und wenn etwas passiert…, Und wenn morgen alle über mich lachen…, und wenn ich die Prüfung nicht bestehe, und mein Geld ausgeht und eines Tages meine Eltern sterben und ich auf der Straße leben werde, was denken dann die Leute über mich ...… und wenn … und wenn…

Da sich diese Gedanken auf etwas beziehen, das nicht in diesem Moment geschieht ist eine direkte Reaktion darauf unmöglich. Die Angst verschliesst sich dadurch auch jeder logischen Argumentation, da immer eine minimale Wahrscheinlichkeit besteht, dass die Befürchtungen wirklich eintreten. Aber sind wir mal ehrlich, wie viele unserer schlimmsten Befürchtungen haben sich wirklich bewahrheitet.

 

Was können wir also tun um uns unseren Ängsten nicht hilflos ausgeliefert zu fühlen?Exercise Ergebnisbild

1. Identifiziere das Gefühl, vor dem dich deine Angst zu schützen versucht: Angst, Scham, Schuld, Neid, Wut, Traurigkeit …

2. Erkenne, dass die Angst keine wahre Existenz besitzt.

Für die ersten beiden Schritte wenden wir den folgenden Satz an: „Ich fühle Angst / Unruhe/ Sorgen, weil ich etwas sehe, das gar nicht wirklich existiert“

Erkenne die Wahrheit dieser Aussage, dass alles, was du fürchtest zu diesem Zeitpunkt nicht vorhanden ist und dass die Zukunft unvorhersehbar ist und so gut wie nie das eintritt, was wir befürchten.

3. Lasse nicht zu, dass sich deine Ängste durch deine Reaktion selbst verstärken. Das heißt, erlaube dir die Emotionen zu spüren, die du so fürchtest oder dich an das anzunähern, vor dem du die grösste Angst hast. Versuche nicht, negative Gefühle oder Erfahrungen zu vermeiden.

In einigen Fällen ist diese Übung offensichtlich. Wenn ich zum Beispiel Angst habe vor Publikum zu sprechen, dann wäre meine Aufgabe, mich nach und nach immer weiter an diese Situation anzunähern und an meinem Selbstbewusstsein zu arbeiten, bis ich mich der Situation stellen kann.

In anderen Fällen kann es schwieriger sein. Wenn ich zum Beispiel morgens mit einer unklaren Unruhe aufwache ohne zu wissen, woher sie kommt. In diesen Fällen ist die Annahme desjenigen, was sich mir zeigt, die Methode der Wahl. Statt mich abzulenken und gegen die Angst anzukämpfen, erlaube ich mir sie zu spüren, ich lade sie ein sich zu mir zu gesellen und beobachte das Gefühl. Alles ist ein Prozess, und natürlich braucht er seine Zeit und eine gewisse Beständigkeit in der Anwendung. Aber ich versichere dir, je mehr du dich deinen Ängsten annäherst, desto schneller laufen sie vor dir weg.

 

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Deine Ängste können nicht existieren, ohne dass du an sie glaubst und versuchst sie zu vermeiden. Wenn du sie beobachtest ohne dich vor ihnen zu erschrecken, bringst du Licht in die dunkelsten Ecken deines Verstandes, in denen du die grössten Gefahren vermutest und wirst erkennen, dass sie nichts als Schatten gewesen sind, so wie dich als Kind die Monster unter deinem Bett erschreckt haben, von denen wir heute wissen, dass sie gar nicht existieren .

 

Wenn du in deiner persönlichen Entwicklung professionelle Unterstützung suchst, kontaktiere mich oder einen anderen Psychologen oder Therapeuten deiner Wahl.

 

Ich hoffe, dass ich dir helfen konnte und wünsche dir alles Gute.

 

Melanie Gramer

3 Schlüsselpunkte auf weniger Hetze und mehr Ruhe

Die Eile ist ein ausschliesslich gedankliches Konstrukt. Ein Stresszustand, der im Körper entsteht, wenn dein Verstand das Gefühl hat, dass die Zeit für die zu bewältigenden Aufgaben zu begrenzt ist. Das Problem liegt nicht in der Notwendigkeit das Tempo zu beschleunigen sondern in der Angst und den Sorgen, die uns durch den Kopf gehen, während wir in einer Stresssituation handeln. Im Folgenden habe ich 3 Tipps für euch, wie ihr eure innere Ruhe und Ausgeglichenheit erhöhen könnt, indem ihr die Stresssituationen, die durch ein Gefühl von fehlender Zeit und einzuhaltenden Fristen entstehen.

 

  1. Der Tagesplan. Plane am Morgen direkt nach dem Aufstehen die Aufgaben, die du an diesem Tag ausführen möchtest und trage sie in einen Zeitplan ein. Wende dabei das Kriterium der Großzügigkeit an, sodass du, falls du später grössere Lücken oder Leerräume bemerkst eine diese mit wichtigen aber nicht dringenden Aktivitäten (fertige dazu eine Liste an) auffüllen kannst. Es ist auch wichtig, kurze Pausen einzuplanen und diese strikt einzuhalten, wenn die Zeit kommt. Finde dabei deinen eigenen Rhythmus, während für manche Leute eher kurze Pausen hilfreich sind, um nicht an ihre Belastungsgrenze zu gelangen, von z.B. 1-2 min. ,brauchen andere eher längere Arbeitszeiträume mit anschliessenden erweiterten Pausenzeiträumen von 5-10 min.
  2. Im Jetzt sein. Wenn du eine Aufgabe ausführst achte darauf, dass sich deine Gedanken, wenn nicht notwendig, nicht vom gegenwärtigen Moment ablenken um schon über zukünftige Aufgaben nachzudenken. Deine Aufmerksamkeit ist begrenzt, d.h. während du bereits über die nächste Aufgabe nachdenkst kreirst du Stress und Ängste, indem du dich auf das noch nicht geschaffte konzentrierst auf dessen Ergebnis du im Moment keinen Einfluss hast. Bleib im Hier und Jetzt und vertraue darauf, dass jede Aufgabe seine Zeit findet. Vertraue dabei auf deine Planung, die du am Morgen durchgeführt hast. Um die Aufmerksamkeit in der Gegenwart zu verankern, kannst du auch Achtsamkeitstechniken anwenden (Beispiele findest du auf meinem Blog), dabei geht es darum die Aufmerksamkeit auf die Atmung, auf körperliche Empfindungen oder die sensorische Wahrnehmung zu lenken. Wie fühlt sich das an, was du gerade berührst? Was riechst du in diesem Moment? Was kannst du hören?Ergebnisbild vorhanden sein

 

  1. Verändere deine Gedanken. Wenn du dich gehetzt fühlst, erkennen, dass dieses "Eilighaben" und die damit verbundene Angst nur in deinem Kopf existiert und dass sie dir nicht dabei hilft, die Aufgaben schneller oder besser zu erledigen. Sei dankbar für die Funktion deines Körpers, dich über die mögliche Problematik einer begrenzten Zeit zu informieren und wenn nötig erhöhe deine Arbeitsgeschwindigkeit. Aber versuche gedanklich wieder in eine gelassene Haltung zurückzukehren und dich nicht von der Angst zu unnötigen Grübeleien oder Sorgenmachen hinreissen zu lassen (siehe dazu den Artikel auf meinem Blog: Dem Verstand den Frieden vorstellen). Wer konzentriert und mit innerer Ruhe arbeitet begeht weniger Fehler und erhöht die Qualität seiner Arbeit.Mandala Bildergebnisse fließen

Jeder Tag ist es wert, dass wir auf unsere Träume setzen. Denke daran, dass sich diese Träume nur im "jetzt" verwirklichen lassen, denn die Vergangenheit ist bereits vorbei und in der Zukunft sind wir noch nicht angekommen. Wenn du diese drei Tipps in deinem Alltag konstant anwendest, wirst du zu mehr und mehr Gelassenheit, mehr Geduld und einem höheren persönlichen Wohlbefinden gelangen.

Wenn du jemand bist, der sich häufig gefangen fühlt, in einem Gefühl von konstantem Gehetztsein und Eile, dir fehlt Energie, stehst unter Druck oder stellst generell fest, dass es in deinem Leben zu viel negativen Stress gibt, kontaktiere mich, um eine individuelle Sitzung zu vereinbaren. Mit professioneller Hilfe kann oftmals eine große Veränderung herbeigeführt und dadurch ein mögliches Burnout, Angststörungen oder Depressionen verhindert werden.

 

Viele Grüße und alles Gute!,

 

Melanie Gramer

 

Liebe dich selbst (3 Gründe)

Es gibt einen großen Unterschied zwischen Selbstliebe und Egoismus. Sich selbst zu lieben bedeutet, seine eigenen Bedürfnisse und Grenzen zu erkennen, zu respektieren und zu verteidigen. Es bedeutet nicht, zu versuchen auf Kosten anderer einen Nutzen zu ziehen oder deren Recht nach ihren eigenen Bedürfnissen zu handeln einzuschränken.

 

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Im Folgenden betrachten wir 3 Gründe warum die Selbstliebe sowohl für das persönliche Wohlergehen als auch für das Wohlergehen der Personen, die einen umgeben, essenziell ist.

  1. Körperliche und psychische Gesundheit: Wenn du die Selbstliebe und Selbstachtung in deine Handlungen und Entscheidungen integrierst wirst du bemerken, dass du besser auf deine Ernährung achtest, dich mehr bewegst, deine sozialen Kontakte besser pflegst und dich nicht für alle kleinen Fehler oder Missverständnisse gedanklich selbst bestrafst. Der innere Dialog wird automatisch positiver und es entstehen dadurch weniger negative Emotionen. Auf diese Weise können trastornos de ansiedad oder depresión (Angststörungen und Depression) sowie langfristige körperliche Probleme reduziert oder verhindert werden.

 

  1. Selbstbewusstsein: Wenn du dich selbst akzeptierst und so liebst wie du bist, mit allen Stärken und Schwächen, sind die Meinungen anderer nicht mehr wichtig. Du triffst deine Entscheidungen freier und unabhängiger und bist somit Herr deines Schicksals. Ein gestärktes Selbstbewusstsein macht dich auch attraktiver für andere. Menschen verlieben sich in Menschen, die sich selbst lieben.

 

  1. Eine gesunde Partnerschaft: Ergebnis Bild der glücklichen PaareEin Partner kann niemals die Rolle erfüllen, den anderen glücklich zu machen. Eine Beziehung, die darauf basiert, dass dein Partner dir bestätigt, dass du es verdienst geliebt zu werden, baut auf wackeligem Boden. Unter anderem entsteht dadurch ein Abhängigkeits- und Machtverhältnis sowie die Angst, diese Person und damit den eigenenen Wert zu verlieren. Wenn Sie sich selbst lieben sind Sie eine freie Person, die mit jemandem zu sein, wählt die Momente des Lebens um die Erfahrung der Beziehung zu teilen.

Um sich selbst zu lieben manchmal notwendig sein kann, zu identifizieren und Denkmuster und Gewohnheiten zu ändern, die uns als wertvolle und einzigartige Menschen verhindern zu sehen. Wenn du dabei professionelle Hilfe in Anspruch nehmen möchtest, kannst du mich gerne kontaktieren. Ich würde mich freuen, dich auf deinem Weg zu mehr Selbstachtung und Selbstliebe, zu begleiten.

Viele Grüße und bis bald.

Melanie Gramer

Angst-Management (EI- Technik 3)

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In diesem Artikel möchte ich über Angst und seine Derivate, wie Ängstlichkeit, Unsicherheit, Stress, Unruhe, Schreck, Panik usw. sprechen. Sie alle haben eine wichtige Rolle in unserem Leben. Die Rolle der Angst ist es, unser Überleben zu sichern. Deshalb schenkt unser Verstand diesem Gefühl viel Aufmerksamkeit, wenn es präsent ist und zieht diese Aufmerksamkeit von der jeweiligen Aktivität ab, die wir in diesem Moment ausführen. Soweit so gut, wir freuen uns natürlich, wenn uns ein Moment akuter Panik das Leben rettet. In unserem beruflichen und privaten Leben lassen wir uns allerdings weniger gern von der Angst beeinflussen, warum haben wir bloss Angst vor dieser Präsentation oder sorgen uns übermässig darum, was unsere Kinder gerade machen. Störend wird die Angst dann, wenn sie uns in unserem Leben immer weiter einschränkt. Hat das dann noch etwas mit Überlebenssicherung zu tun?.

Angst ist ein Mechanismus, der nicht nur das Überleben unseres physischen Körpers, sondern auch unsere psychologische Identität / zu schützen versucht (die Art, wie wir uns selbst sehen). Je mehr wir versuchen, unsere Umgebung bezüglich unserer Fähigkeiten und Eigenschaften zu täuschen, desto grösser ist die Gefahr, aufzufliegen und desto mehr Angstsignale werden gesendet, wir produzieren zusätzlichen psychischen Stress.

Deshalb ist "die Authentizität" ein effektives Werkzeug, Angst / Stress im Alltag zu reduzieren. Wenn wir in Übereinstimmung mit unseren tiefsten Prinzipien handeln, schaffen wir Harmonie in unseren mentalen Verknüpfungen. Wenn wir entgegen dieser Ideen handeln, weil wir versuchen jemanden zu beeindrucken , etwas zu verbergen oder etwas vorzugeben, das wir nicht sind, entsteht ein mentaler Konflikt, ein Mangel an Konsistenz. Und wenn wir dann auch noch versuchen, selbst an diese Illusion zu glauben, dann erschaffen wir die konstante innere Angst vor Momenten, die diesen Selbstbetrug aufdecken und unsere falsche Identität in Frage stellen.

Authentisch sein bedeutet, sich und die eigenen Bedürfnisse zu kennen, sie zu respektieren und im Einklang mit Ihnen zu handeln. Authentisches Handeln erfordert eine Menge Mut, weil es bedeutet, nicht so zu sein, wie andere es von uns erwarten, manchmal kann das bedeuten, jemanden zu enttäuschen oder entgegen seiner/ ihrer Meinung zu agieren. Es ist sogar möglich, dass dadurch am Anfang noch stärkere Ängste entstehen, aber langfristig werden wir uns immer mehr im Frieden mit uns selbst fühlen, authentisch und glücklicher fühlen.

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Wenn du üben möchtest authentischer zu sein, stelle dir so häufig wie möglich die folgende Frage:

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Handle ich gerade in Übereinstimmung mit meinen inneren Bedürfnissen und tiefsten Überzeugungen?

(Manchmal ist es notwendig sich vorher klar zu machen, welches diese Bedürfnisse und Überzeugungen sind und sie auf einem Blatt Papier aufzuschreiben)

Zu lernen authentisch zu sein ist ein Prozess der Erkenntnis und des Respekts gegenüber unserem Selbst, der viele Jahre oder ein ganzes Leben andauern kann. Wenn du bemerkst, dass du häufig nicht im Einklang mit deinen inneren Bedürfnissen und tiefsten Überzeugungen handeln kannst, verurteile dich nicht dafür, sondern beobachte und erkenne die Gründe dafür, schreibe sie auf, beobachte was in der Zukunft passiert, und bemerke die kleinen sicheren Fortschritte, die hier viel wertvoller sind als grosse unsichere Sprünge. Unsere Ängste überwinden zu lernen ist ein Geschenk für dein ganzes weiteres Leben. Du arbeitest daran, dich wohl mit dir selbst zu fühlen, dein Selbstwertgefühl zu steigern, und ein erfüllteres und glücklicheres Leben zu führen.

Das Programm kann natürlich keine individuelle Therapie ersetzen. Wenn du das Gefühl hast, dass deine Gefühle dich übermannen, oder du sehr viele negative Gedanken während der Selbstbeobachtung bemerkst, bitte kontaktiere mich oder einen anderen Psychologen oder Psychotherapeuten deiner Wahl.

Melanie Gramer

Verantwortung übernehmen (EI-Technik 2)

Letzte Woche haben wir gelernt und erfahren, dass das, was wir fühlen und denken sich oftmals als unser eigener innerer Kampf herausstellt, und dass es etwas ist, dass sich in unserem Verstand und nicht ausserhalb dessen abspielt. Diese Erkenntnis führt uns zu dem Schluss, dass jeder Verantwortung für sein eigenes psychisches Wohlergehen hat. In unserer direkten oder entfernten Umgebung können wir Situationen, Personen, Kommentare usw. ausgesetzt sein. die Auslöser (Trigger) von Gefühlen wie Angst / Wut / Trauer / Enttäuschung sind… . Allerdings wollen wir uns heute klar machen, dass es nie das Ereignis selbst, sondern vielmehr unsere Interpretation dieses Ereignisses ist, die bei uns die einen oder anderen Gefühle auslöst.

Ich gebe Ihnen ein Beispiel um besser nachvollziehen zu können, was hier gemeint ist: Drei Jungs gehen in der Nacht durch eine Gegend von Berlin. Die Polizei bat sie, ihre Dokumentation zu sehen.

Eine Person denkt: „Sie fragen immer nach meiner Dokumentation, ist es, weil ich arabischer Herkunft bin, sie trauen mir nicht.“

Eine Person fühlt: Wut, Traurigkeit

Person B denkt: „Ich hoffe, dass Sie kein Problem mit meinem Pass finden, Gut, dass ich“

Person B fühlt: Angst, Unsicherheit

Person C denkt: “ Wie schön, so viel Polizeipräsenz in der Nacht, wir können uns sicher fühlen“

Person C fühlt: Sicherheit, Freude, Erleichterung

Die Art, wie wir Ereignisse interpretieren, hängt von unseren bisherigen Erfahrungen und unseren mentalen Mustern, Mittel „wie wir denken und was unsere Vorstellungen von der Welt und uns selbst, ab.“. Daher können wir sagen,: „Wechseln Sie zu sich selbst und ändern Sie Ihre Welt“.

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Im Laufe der nächsten Woche versuchen, diese Idee immer und immer wieder in Ihren Mentalitäten zu integrieren.Exercise Ergebnisbild

Jedes Mal, wenn Sie das Gefühl, negative Emotionen erkennen, Sie versuchen, jemand anderes oder die Situation verantwortlich zu machen, selbst den folgenden Satz mental wiederholen:

„ICH BIN / UNICO / A verantwortlich für meine WELFARE“

und daran erinnern, es ist wahr, dass alles, was Sie denken und fühlen, ist so, wie Sie sehen und interpretieren, die Situation, sind Ihre Gedanken, Ihre Emotionen, die in Ihrem Körper und Geist entstehen und Sie sind derjenige / die einzige / die Sie ändern können.

Dies ist ein sehr mächtiges Werkzeug, dass wir Verantwortung übernehmen für sie. Und diese Verantwortung übernehmen bedeutet, die Kraft für den Wandel bekommen. Wenn ich glaube, ich bin ein Opfer meiner Umgebung habe ich mich in einer hilflosen Lage, Ich ermächtigte Verantwortung zu übernehmen, die notwendigen Veränderungen in meinem Leben zu beginnen, und in meinem Kopf für größeres persönliches Wohlbefinden.

Die langfristige Übung zusammen mit der Übung der vergangenen Woche wird dazu beitragen, den Geist zu beruhigen und Systeme etabliert zu ändern. Sie lernen, Ihre Emotionen zu verwalten, und dies bedeutet, dass Sie psychische Störungen wie Depressionen oder Angststörungen verhindern, Sie werden Ihre Leistung bei der Arbeit verbessern und Ihre sozialen Beziehungen erhöhen.

Das Programm kann natürlich keine individuelle Therapie ersetzen. Wenn du das Gefühl hast, dass deine Gefühle dich übermannen, oder du sehr viele negative Gedanken während der Selbstbeobachtung bemerkst, bitte kontaktiere mich oder einen anderen Psychologen oder Psychotherapeuten deiner Wahl.

Melanie Gramer

Unserem Verstand den Frieden vorstellen (EI-Technik 1)

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Bisher haben wir daran gearbeitet uns selbst, unsere Gedanken, und Gefühle besser kennenzulernen und wir haben gesehen, wie wir uns in kritischen Momenten verhalten. In den folgenden Artikeln der Serie "Erhöhe deine emotionale Intelligenz" werde ich dich in wertvolle Techniken einführen, mit deren Hilfe wir unsere Gefühle besser managen können.

Es ist wichtig, dass wir wissen, und dass wir erkannt haben, dass unsere Gedanken und Gefühle in enger Beziehung zueinander stehen und sich gegenseitig beeinflussen.

Wenn du das Gefühl hast, diesen Zusammenhang noch nicht deutlich gespürt zu haben, mach das folgende Experiment:

Denk jetzt an eine angenehme Erinnerung aus deiner Vergangenheit. Stell sie dir im Detail vor und schreibe auf, was du dabei fühlst.

Danach denk an eine sehr unangenehme Erinnerung aus deiner Vergangenheit und verfahre gleichermassen.

Sehr wahrscheinlich konntest du gerade beobachten, dass das was in unserem Verstand geschieht unsere Stimmung und unsere Gefühle stark beeinflussen kann. Deshalb ist es wichtig, dass wir lernen unsere Gedanken zu kontrollieren, um uns gut zu fühlen. Wenn unsere Gedanken die meiste Zeit um ungelöste Probleme, Sorgen usw. kreisen, finden wir keine innere Ruhe, weil wir unbewusst unaufhörlich Gefühle der Angst auslösen.Exercise Ergebnisbild

Deshalb heisst unsere erste Technik: Unserem Verstand den Frieden vorstellen.

Setze die Selbstbeobachtung weiterhin fort.Jedesmal, wenn du negative Gefühle wie Angst, zornig, Traurigkeit, Enttäuschung etc. in dir spürst. Erkenne dabei, dass dein Verstand einen Krieg mit sich selbst führt.

Dann versuche für einen Moment, dich von deinen Gedanken zu lösen und deine Umgebung zu beobachten.

Beschreiben sie gedanklich: Gibt es Menschen? Tiere? Maschinen? Tageslicht? Hörst du Geräusche?

Erkenne, dass es viele Dinge in deiner Umgebung gibt, aber das alles friedlich, konfliktfrei und harmonisch ist (abgesehen von ein paar ganz speziellen Orten der Welt, an denen es wirklich Krieg gibt) In deiner direkten Umgebung herrscht sehr wahrscheinlich Frieden, nimm diesen Frieden wahr.

Versuche jetzt auf friedliche und angenehme Art deinem Verstand zu vermitteln, dass die innere Unruhe, diese konflikthaften Gedanken nur ein mentales Konstrukt sind, losgelöst von der Realität und dass stattdessen im Inneren wie im Äusseren Ruhe und Frieden herrschen kann.

Beobachte die Reaktion deines Verstandes und schreibe sie auf.

Erwarte nicht, dass dein Verstand sofort versteht, was das Ganze soll und glücklich im Frieden versinkt. Die Veränderung ist ein Prozess. Aber jedes Mal wirst du deine gedanklichen Konflikte schneller erkennen und durch den Abgleich mit dem äusseren Frieden in Frage stellen. Auf diese Weise kannst du die Menge zerstörerischer Gedanken und negativer Emotionen reduzieren, du übst ausserdem weiterhin die Selbstbeobachtung und verhilfst zu ihrer Automatisierung. Langfristig wird sich deine Stimmung stetig verbessern und du wirst innerlich immer ruhiger und gelassener werden, verbesserst dadurch deine direkten persönlichen Beziehungen, sowie dein Selbstwertgefühl und beugst nicht nur psychischen Problemen wie Depressionen, Angststörungen usw.. sondern auch den körperlichen Beschwerden vor. 70-80 % körperlicher Erkrankungen werden durch inneren Stress und Anspannung verursacht.

Das Programm kann natürlich keine individuelle Therapie ersetzen. Wenn du das Gefühl hast, dass deine Gefühle dich übermannen, oder du sehr viele negative Gedanken während der Selbstbeobachtung bemerkst, bitte kontaktiere mich oder einen anderen Psychologen oder Psychotherapeuten deiner Wahl.

Melanie Gramer

Erhöhe deine emotionale Intelligenz (sechster Teil)

Wenn wir lernen unsere Gefühle zu erkennen und mit ihnen richtig umzugehen, erhöht das unsere Leistungsfähigkeit bei der Arbeit/ Schule, wir sind ausgeglichener und deshalb glücklicher.

Dieser ist der letzte Teil, indem wir die Selbstbeobachtung trainieren. Also gebt nochmal alles, ihr seid nur noch einen Schritt davon entfernt, die effektivsten Techniken zur Stressbewältigung kennenzulernen, dem Umgang mit Wut, und zur Vorbeugung von Depressionen, Angststörungen und anderen psychischen Störungen. . Erinnert euch dabei immer daran, dass die persönliche Entwicklung Arbeit ist und eure Bereitschaft dazu erfordert. Wenn wir versuchen, neue Gewohnheiten einführen oder schon etablierte Gedankenmuster zu verändern, ist vor allem am Anfang eine gewisse Anstrengung und Ausdauer erforderlich.

Stell dir vor, dass du mit deinem Auto immer den gleichen Weg nach Hause gefahren bist und eines Tages entschliesst du dich, dass du von nun an einen anderen Weg nehmen wirst. Sicherlich passierte es, dass du an dem einen oder anderen Tag falsch abbiegst und dich auf der alten Route wiederfindest. Das passiert vor allem in Momenten, in denen wir nicht aufmerksam sind und es ist völlig normal, wir können Verhaltens- oder Gedankenmuster, die seit Jahren existieren und verstärkt werden, nicht von einem Tag auf den anderen verändern. Jedoch die kleinen Veränderungen, die wir schaffen sind stark, ziehen viele weitere nach sich und ehe wir es versehen, leben wir ein ganz neues Leben, sind selbstbewusster und fröhlicher.

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Wir machen weiter mit der Selbstbeobachtung in kritischen Momenten, d.h. immer dann, wenn wir eine Stimmungveränderung bemerkenExercise Ergebnisbild von glücklich oder neutral zu traurig, ängstlich, wütend usw.. .

Wir stellen uns dann die Frage::

„Was fühle ich jetzt?“

Wir definieren das Gefühl/ die Gefühle , die in diesem Moment präsent sind, identifizieren das Körperteil, in dem wir es spüren, indem wir uns fragen:

„Welcher Teil meines Körpers fühlt “ die Emotion "?

dann beobachten wir unsere Gedanken indem wir uns fragen:

Was denke ich / was habe ich gerade gedacht?“ Dabei versuchen wir immer, uns in die Position eines Beobachters zu versetzen, der weder urteilt noch eingreift, der ausschliesslich beobachtet.

Danach beobachten wir unser Verhalten: “ ¿Was tue ich / was ist meine Verhaltensabsicht?“

Dann betrachten wir unsere Gefühle als Folge unseres Verhaltens:

„Wie fühle ich aufgrund meines durchgeführten Verhaltens/ Verhaltensabsicht?

Schreiben Sie Ihre Beobachtungen auf.

Während einer Woche beobachtet ihr alle diese Komponenten in Berücksichtigung der Tatsache, dass die Selbsterkenntnis unsere größte Waffe im Umgang mit Wut, Traurigkeit, Angst, Stress und bei der Vorbeugung psychischer Störungen sein wird. Im Lauf des Programms werdet ihr deutliche Verbesserungen im Familienleben feststellen, sowie in den Beziehungen zu Freunden oder bei der Arbeit. Mit Hilfe des Programms arbeitet ihr auch an eurem Selbstbewusstsein, sowie an der Fähigkeit zur schnellen Problemlösung und Entscheidungsfindung.

Wenn du dich während der Beobachtung in deinen negativen Gefühlen gefangen fühlst oder eine andauernde, starke Präsenz von negativen Emotionen wie Traurigkeit, Wut und/ oder Angst spürst, dann kontaktiere mich oder einen anderen Psychologen oder Psychotherapeuten. Ein Experte kann dir helfen, die zugrunde liegenden Ursachen zu finden und daran zu arbeiten.

Es wird Momente geben, in denen du nicht motiviert bist und das Programm nicht weiter verfolgen möchtest. Lass dich nicht von diesen Gedanken überzeugen, denn es handelt sich um gedankliche Muster, die keine Veränderung zulassen wollen, denen es darum geht den "status quo " zu erhalten und in der Komfortzone zu bleiben.

Viele Grüße und ich hoffe, dass ihr alle von diesen Übungen profitiert.

Melanie Gramer

Erhöhe deine emotionale Intelligenz (fünfter Teil)

Emotional intelligent zu sein, kann man lernen. Und es lohnt sich, denn dadurch werden unsere Beziehungen zu anderen verbessert, wir erhöhen unsere Stresstoleranz., und beugen Angststörungen und Depression effektiv vor.

Zunächst möchte ich dir zu deiner bereits erfolgreich durchgeführten Arbeit mit dir selbst gratulieren, wahrscheinlich bemerkst du schon die ersten kleinen aber bedeutsamen Veränderungen und glaube mir, das ist erst der Anfang. Diese Woche sind wir in der vorletzten Phase der Selbstbeobachtung. Wir wollen beobachten, wie wir in schwierigen Momenten unseres Lebens handeln und welche "nicht funktionalen" Strategien wir nutzen, um auf negative Emotionen zu reagieren. Eine der typischsten Strategien, die wir in der Regel anwenden, wenn wir keine professionelle Anleitung im Umgang mit Emotionen erhalten haben, ist die Ablenkung. Das heisst, wenn ich gestresst bin, besorgt, wütend usw. suche ich eine andere Aktivität, die meine Aufmerksamkeit erfordert, um dieses Gefühl nicht länger spüren zu müssen.

Typische Aktivitäten, die zur Ablenkung eingesetzt werden:Beziehung stehendes Bild

Fernsehen

Mit dem Partner / Kindern streiten

Lesen

Sport

Putzen/ Arbeit

Essen (vor allem Lebensmittel mit hohem Fett- oder Zuckergehalt)

Das Trinken von Alkohol oder die Einnahme anderer Medikamente oder Drogen

usw.

Diese Strategien lösen das eigentliche Problem nicht, können aber zudem , langfristig schwerwiegende körperliche und / oder psychische Probleme hervorrufen.

Diese Woche wollen wir beobachten, ob und welche Ablenkungsstrategie wir anwenden, wenn wir negative Gefühle zu unterdrücken versuchen.

Wir machen weiter mit der Selbstbeobachtung in kritischen Momenten, d.h. immer dann, wenn wir eine Stimmungveränderung bemerkenExercise Ergebnisbild von glücklich oder neutral zu traurig, ängstlich, wütend usw.. .

Wir stellen uns dann die Frage:

„Was fühle ich jetzt?“

Wir definieren das Gefühl/ die Gefühle , die in diesem Moment präsent sind, identifizieren das Körperteil, in dem wir es spüren, indem wir uns fragen:

„Welcher Teil meines Körpers fühlt “ die Emotion "?

dann beobachten wir unsere Gedanken indem wir uns fragen:

Was denke ich / was habe ich gerade gedacht?“ Dabei versuchen wir immer, uns in die Position eines Beobachters zu versetzen, der weder urteilt noch eingreift, der ausschliesslich beobachtet.

Und jetzt schauen wir auf unser Verhalten, indem wir uns folgende Frage stellen: “ Was tue ich jetzt / was ist meine Verhaltensabsicht?“

Schreiben Sie Ihre Beobachtungen auf.

Wenn du dich während der Beobachtung in deinen negativen Gefühlen gefangen fühlst oder eine andauernde, starke Präsenz von negativen Emotionen wie Traurigkeit, Wut und/ oder Angst spürst, dann kontaktiere mich oder einen anderen Psychologen oder Psychotherapeuten. Ein Experte kann dir helfen, die zugrunde liegenden Ursachen zu finden und daran zu arbeiten.

Es wird Momente geben, in denen du nicht motiviert bist und das Programm nicht weiter verfolgen möchtest. Lass dich nicht von diesen Gedanken überzeugen, denn es handelt sich um gedankliche Muster, die keine Veränderung zulassen wollen, denen es darum geht den "status quo " zu erhalten und in der Komfortzone zu bleiben.

Viele Grüße und ich hoffe, dass ihr alle von diesen Übungen profitiert.

Melanie Gramer

Erhöhe deine Emotionale Intelligenz (4. Teil)

In diesem Artikel wollen wir unsere Selbstbeobachtungsübung um einen Schritt erweitern. Bisher haben wir unsere Aufmerksamkeit auf unsere Gefühle gerichtet, wir haben sie definiert und den Körperteil bestimmt, in dem wir dieses Gefühl spüren. In dieser Woche kommt zu diesen drei Komponenten ein neuer Aspekt hinzu: Die Beobachtung unserer Gedanken in Momenten der Stimmungsveränderung. Gedanken und Gefühle stehen in einer Wechselbeziehung zueinander und beeinflussen sich gegenseitig. Wenn man sich zum Beispiel an ein negatives Ereignis erinnert, spürt man oftmals die gleichen negativen Gefühle, die in der Situation ausgelöst wurden, obwohl man nur daran denkt und es sich um keine reale Situation mehr handelt. Unsere Gedanken scheinen uns oft zu lenken und wir fühlen uns ihnen ausgeliefert, nicht selbst bestimmen zu können, was wir denken. Das ist allerdings ein Trugschluss, den uns keiner beigebracht hat zu durchschauen. Man kann durchaus lernen, die eigenene Gedanken und Gefühle zu einem gewissen Grad zu steuern. Dazu benötigt man natürlich das nötige Wissen und muss die notwendigen Werkzeuge beherrschen. Das erste wichtige Werkzeug ist Selbstbeobachtung, denn wir müssen wissen, was wir überhaupt denken, dabei gibt es zwar gewisse Gemeinsamkeiten, aber letztendlich ist jeder Verstand einzigartig und du bist der Einzige, der wahren Zugang zu dieser internen Information hat.

Gedanken Bild Ergebnisse

 

Exercise ErgebnisbildDiese Woche setzen wir also unsere Selbstbeobachtung in Momenten der Stimmungsveränderung fort, d. h. wir beobachten die verschiedenen Aspekte, wenn wir einen Wechsel unserer Stimmung von glücklich oder neutral zu traurig, ängstlich, wütend etc. bemerken. .

Wir stellen uns dann die Frage:

„Wie fühle ich mich in diesem Moment?“

Wir definieren das Gefühl/ die Gefühle , die in diesem Moment präsent sind, identifizieren das Körperteil, in dem wir es spüren, indem wir uns fragen:

„In welchem Körperteil spüre ich dieses Gefühl „die Gefühle“?

und dann richten wir unsere Aufmerksamkeit auf unsere Gedanken und stellen uns die Frage:

Was denke ich / was habe ich gerade gedacht?“

Wir versuchen uns in die Lage eines Beobachters zu versetzen, der weder urteilt, noch in irgendeiner Weise eingreift, der ausschliesslich beobachtet. Verharre einen Augenblick in dieser gedanklichen Position des Beobachters und betrachte deine Gedanken, Stell dir vor es handle sich um die Gedanken einer anderen Person, betrachte sie aus der grössten Distanz, die du einnehmen kannst und vielleicht bemerkst du eine Anziehung, die dich aus der Beobachterposition holen möchte und dich dazu verleitet, Teil dieser Gedanken zu werden und dich mit ihnen zu identifizieren, typischerweise wird diese Anziehung von einem Gefühl begleitet, z.B. Angst oder einem Gefühl von Ungerechtigkeit. Urteile weder über dich, noch über deine Gedanken, frag dich nicht einmal, ob sie wahr oder falsch sind, geh auf keine Art gedankliche Diskussion mit dir selbst ein, beobachte ausschliesslich und erkenne die Existenz und Art deiner Gedanken. Wenn du bemerkst, dass du die Position des Beobachters verloren hast (was am Anfang normalerweise dauernd passiert und ganz normal ist) oder dass du über dich und deine Gedanken urteilst, sei dir bewusst, dass es passiert ist und beobachte erneut so neutral wie möglich.

Diese Übung wird dir immer klarer werden lassen, wie dein Verstand funktioniert. Diese Informationen sind notwendig, um später Gefühle beeinflussen und verändern zu können. Wenn ihr dieses Programm mit Geduld und Liebe durchführt, verspreche ich euch, dass ihr unglaublich positive Veränderungen in eurem Leben herbeiführen werdet.

Wenn du dich während der Beobachtung in deinen negativen Gefühlen gefangen fühlst oder eine andauernde, starke Präsenz von negativen Emotionen wie Traurigkeit, Wut und/ oder Angst spürst, dann kontaktiere mich oder einen anderen Psychologen oder Psychotherapeuten. Ein Experte kann dir helfen, die zugrunde liegenden Ursachen zu finden und daran zu arbeiten.

Es wird Momente geben, in denen du nicht motiviert bist und das Programm nicht weiter verfolgen möchtest. Lass dich nicht von diesen Gedanken überzeugen, denn es handelt sich um gedankliche Muster, die keine Veränderung zulassen wollen, denen es darum geht den "status quo " zu erhalten und in der Komfortzone zu bleiben.

Viele Grüße und ich hoffe, dass ihr alle von diesen Übungen profitiert.

 

Melanie Gramer